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Tang Lang Quan

Tang Lang Quan ist ein nordchinesischer Kung Fu Stil, der als eine Reform des Shao-lin Kung Fu angesehen wird. Der Legende nach wurde dieser Stil den Bewegungen der Gottesanbeterin (chinesisch Tang Lang) nachempfunden. Die Gottesanbeterin nutzt vorwiegend die Schnelligkeit und Kraft ihrer Fangarme, um Beute zu machen. Das dadurch entstandene System des Tang Lang Quan zeichnet sich deshalb durch seine typischen Hand- und Armbewegungen aus. Schnelligkeit, Effektivität und das Wechselspiel zwischen harten und weichen Elementen ließen die Kampfkunst weit über die Grenzen Chinas hinaus bekannt werden. Einer von drei Tang Lang Hauptstilen ist das Mei Hua Tang Lang Quan (Pflaumenblüten – Gottesanbeterinnen Stil), welches auf Meister Lian, Xue-Xian (ca. 1790 – 1860) zurück geht. Unterrichtet wird hier in der Hao Jia Men Familienlinie.

Ba Shi

Geübt werden hier die klassischen 8 Grundstellungen des Mei Hua Tang Lang Quan

Ti Tui

Obwohl der Mantiskämpfer im Kampf primär Sicheln und Kniestöße einsetzt, werden 16 verschiedene Trittmethoden gelehrt.
Tritte im Stehen oder im Laufen wechseln sich ab. Die Gefährlichkeit des Mantis System generiert sich aus der meisterlichen Harmonisierung von Armen und Schritten, die blitzschnell angewandt werden.

Tao Lu

Nach der Grundschule werden Formen (chinesisch Tao Lu) unterrichtet. Die berühmtesten Tang Lang Formen sind: Lan Jie, Mei Hua Lu, Fan Che, Zhai Yao und Ba Zhou.

Waffentraining

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, weitere Vertiefungsstufen durch den Gebrauch von Waffen zu Erfahren. Unterrichtet werden die 5 klassischen Waffen: Stock, Säbel, Doppelsäbel, Speer und Schwert.  

Partnerübungen

Vermittelt werden festgelegte und freie Partnerübungen um sich auf den freien Kampf vorzubereiten.

Bei jeglicher Form von Kampftraining ist es unerlässlich, einander mit Achtung, Respekt und Fairness zu begegnen. Das erfordert ein hohes Maß an Selbstbeherrschung und Disziplin. Jeder Schüler übt im Rahmen seiner Möglichkeiten und wird individuell betreut und gefördert.

Text: Gerhard Milbrat


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